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Quartiere

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Zugehörigkeit Bearbeiten

Quartiere gehören zur Urbanisierung. Sie sind somit Bestandteil des Trends "Megatrend".

Definition Bearbeiten

Schon seit Ende des 19. Jahrhunderts ist das Interesse an der Struktur und Prozessfähigkeit städtischer Lebenswelten groß. Die enorme Urbanisierungsdynamik zeigte sich immer schon auch auf der Quartiersebene. Selbst auf ein „[[Quartiere|Quartier]“, das vermeintlich wenig veränderlich ist, kann mitunter eine turbulente Zukunft warten. Ein gutes Beispiel dafür ist der New Yorker Stadtteil Harlem, der – verursacht durch veränderte Rahmenbedingungen – binnen weniger Jahre eine rasante Karriere von einem als „Ghetto“ verrufenen Neighborhood zu einem „angesagten Ort“ durchlief.[1]

Der Begriff „Quartier“ erfreut sich einer zunehmenden Popularität. Von seiner Wortbedeutung her ist er zurückzuführen auf die frühe Anlage von Städten um zwei Hauptstraßen herum, die sich im Zentrum trafen und das Stadtgebiet in gleichgroße Viertel teilten (von lat. quarta, vier). Heute verfügt der Ausdruck „Quartier“ über eine Vielzahl von Konnotationen, doch will man ihn definieren, kommt man in Not. Wie groß ist denn ein Quartier, baulich bzw. sozialräumlich? Was charakterisiert es? Eine offizielle Definition gibt es nicht. Es kann sich auf einen neuen Wohnblock beziehen, mehrere Straßenzüge umfassen oder seine räumliche Dimension durch städtebauliche Grenzen wie Parks, Gewässer und große Straßenzüge erfahren. Ebenso kann es seinen inneren Zusammenhang über seine soziale Struktur finden. Im angloamerikanischen Raum spricht man von „communities“. Definiert wird es vor allem aber auch durch das Empfinden seiner Bewohner und kann damit in seiner Bedeutung für jeden ein wenig anders ausfallen.

Die Veränderungen in der Gesellschaft und der demografische Wandel bilden die Grundlage für eine Renaissance des innerstädtischen Wohnens. Immer öfter arbeiten heute beide Elternteile, und die Organisation von Familien lässt sich vor diesem Hintergrund in der Stadt bedeutend einfacher organisieren, etwas das für die steigende Anzahl alleinerziehender Mütter in besonderem Maße gilt. Zurück in die Stadt zieht es ferner die Senioren, die entweder nach der Familienzeit als „empty nester“ bewusst eine neue Lebensphase einleiten wollen oder eine bessere Nahversorgung und vielfältigere Kultur- und Freizeitangebote suchen. Durch die immer längere Lebenserwartung wächst ihr Anteil an der Bevölkerung beträchtlich. Es sind also vor allem junge Leute während der Ausbildungszeit und der Suche nach Arbeit, junge Familien und Senioren, die es vermehrt in die Städte zieht.

Mit entsprechend ausdifferenzierten Wohnraumangeboten – von gut geschnittenen Single-Appartments bishin zu großen Wohnflächen für Familien oder anderen Formen gemeinschaftlichen Lebens wie z.B. Alten-WGs, muss dieser Entwicklung Rechnung getragen werden. Und auch das klassische „Häuschen mit Garten“ wird nachgefragt und findet seine städtische Übersetzung in einer Weiterentwicklung des Reihenhauses zum Townhouse. Mischformen von Arbeiten und Wohnen (Hybridhäuser und Lofts) tragen dazu bei, die neuen städtischen Quartiere auch tagsüber zu beleben . Eine Vielfalt des Wohnraumangebots ist also eine wichtige Ausrichtung städtebaulicher Planung für die Zukunft. Angesichts einer sich verstärkenden sozialen und räumlichen Spaltung muss gleichzeitig auch auf eine angemessene soziale Durchmischung in den Quartieren geachtet werden, die es durch die Integration von preiswertem Wohnraum zu gewährleisten gilt. Quartiersentwicklung ist heute ein ganzheitlicher Planungsansatz.[2]

Weitere Unterkategorien zu Urbanisierung Bearbeiten

  1. Smart Citys
  2. Car-Sharing
  3. Arrival Citys
  4. Bike-Boom
  5. Mixed Mobility
  6. Urban Farming
  7. Urban Mining
  8. Informal Economy
  9. Mega-Citys
  10. Wachstums-Cluster
  11. New Local
  12. Schrumpfende Städte
  13. Bevölkerungs-Wachstum
  14. Quartiere

Quellen Bearbeiten

  1. Schnur, Olaf: Quartiersforschung im Überblick: Konzepte, Definition und aktuelle Perspektiven, 2008. ISBN: 978-3-531-16098-6
  2. http://www.hamburgteam.com/2012/forum/urbanes-leben/

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