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Zugehörigkeit Bearbeiten

Die Multipolare Weltordnung gehört zur Globalisierung. Sie ist somit Bestandteil des Trends "Megatrend".

Definition Bearbeiten

Bei einer multipolaren Weltsicht ist die Verteilung der Macht ausgeglichen, das heißt, die Staaten haben ein gleichberechtigtes Verhältnis zueinander. Kein Staat dominiert den anderen.[1] Über viele Jahrzehnte hinweg prägten wenige große Industrienationen das globale Wirtschaftsgeschehen. Diese Zeit geht gerade zu Ende. An diese vor allem für die westliche Welt prosperierende Epoche schließt sich ein multipolares Weltsystem an, das keine „Kleinen“ mehr kennt. Nicht nur die politischen Beziehungen werden damit neu in die Waagschale geworfen – die gesamte Weltwirtschaftsordnung steht vor einer Restrukturierung. Denn immer mehr Schwellenländer nehmen aktiv am Weltmarkt teil. In den vergangenen Jahren hat sich ihre Innovationsleistung deutlich erhöht. Auch die Produktion und die Entwicklung komplexerer Produkte wurden verstärkt.

Viele der „kleinen“ Länder sind bereits auf dem besten Weg, Boom-Regionen bis ins Jahr 2030 und darüber hinaus zu werden. Mit steigender – und vor allem eigener – Wirtschafts- und Innovationskraft lösen sie sich immer mehr aus der Abhängigkeit der alten Industrieländer. Neben den bekanntesten und erfolgreichsten Schwellenländern die Weltmacht China und Indien, in denen die Mittelschicht in den nächsten Jahren weiter an Kaufkraft gewinnen wird, wird auch in Afrika die Liste der Länder mit Zukunftsmärkten immer länger. Das kleine Botswana ist erst kürzlich von der Weltbank zu Afrikas bestem Innovationsstandort gekürt worden und gilt inzwischen als neuer Hoffnungsträger für den gesamten Kontinent. Aber auch in Marokko stehen die Zeichen auf Zukunft: Mit dem ehrgeizigen Energieprojekt „Plan Solaire pour la Méditerranée“ wird in den nächsten Jahren „grüner“ Strom für Europa produziert.

Längst also geht es beim Blick auf Schwellenländer nicht mehr nur um Kostenvorteile und günstige Rohstoffe. Vom steigenden globalen Wohlstand profitieren inzwischen immer mehr Länder. Unsere Recherchen haben gezeigt, dass in diesen Emerging Markets vor allem Bildung und Wissen für Wachstum sorgen und die Binnenmärkte zu Wachstumstreibern werden lassen. Wie das Beispiel Polen eindrucksvoll zeigt: Von der Krise unbeeindruckt und sehr selbstbewusst stehen dort die Zeichen auf Wachstum wie in keinem anderen EU-Land sonst.

Aber gerade außerhalb Europas verändert sich die Welt in rasendem Tempo: Israel hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Hightech-Schmiede entwickelt: Kein Land (außer den USA) ist häufiger an der Technologiebörse Nasdaq vertreten. Bahrain, das gerade zum Luxemburg der Golfstaaten avanciert, investiert klug in das postfossile Energiezeitalter. Außerdem Marokko, das sich mit einer beispiellosen Infrastrukturoffensive für den Weltmarkt rüstet, und Mexiko, wo sich seit Kurzem immer mehr – bislang unbekannte – Global Player und panamerikanische Spitzenreiter auf die Zukunft vorbereiten.[2][3][4]

Weitere Unterkategorien zu Globalisierung Bearbeiten

  1. Glokalisierung
  2. Global Brands
  3. Dezentralisierung
  4. Power-Regionen
  5. Wissensgesellschaft
  6. Kreative Ökonomie
  7. Power of Place
  8. Diversity
  9. Social Networks
  10. Fair Trade
  11. Reuse, Reduce, Recycle
  12. Mega-Citys
  13. Wachstums-Cluster
  14. New Local
  15. Weltmacht China
  16. Globalkultur
  17. Multipolare Weltordnung
  18. Emerging Markets

Quellen Bearbeiten

  1. http://www.helpster.de/multipolare-weltordnung-definition_189004
  2. Trendnachrichten Spezial, 12/2009
  3. Emerging Markets, 2009, S. 1
  4. http://www.zukunftsinstitut.at/verlag/zukunftsdatenbank_detail?nr=2363

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