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Zugehörigkeit Bearbeiten

Die Glokalisierung gehört zur Globalisierung. Sie ist somit Bestandteil des Trends "Megatrend".

Definition Bearbeiten

Der Begriff »Glokalisierung«, erfunden vom amerikanischen Soziologen Roland Robertson, kennzeichnete ursprünglich eine Marketingstrategie, mit der multinationale Unternehmen ihre standardisierten, globalen Produkte den Vorlieben lokaler Märkte anpassten. So sollte den Kritikern der McDonaldisierung der Wind aus den Segeln genommen werden.[1] Dieser in der Globalisierung entstehende immanente Gegentrend, wird in anderem Kontext auch Regionalisierung genannt, was jedoch eine unzureichende Bezeichnung ist, denn es geht dabei keinesfalls um „Rückzug“ oder „Provinzialität“. Kenichi Ohmae formulierte: "In Zukunft werden Länder nicht mehr notwendigerweise florieren, weil sie große Landmassen und reiche Bodenschätze besitzen. Kapital und Information überschreiten Staatsgrenzen. Die Schlüsselindustrien jedes x-beliebigen Landes sind essentiell grenzenlos". Daraus erfolgt ein strategisches Novum: das Entstehen regionaler Wirtschaftsräume und ein Trend zur Formierung von Regionenbündeln für den Markt des 21. Jahrhunderts.

Die Wachstumszentren der industriellen Gesellschaft entstanden vor allem entlang der Achsen „Rohstoffe und Schiffswege“. In der Wissensgesellschaft werden jedoch neue Wachstumspotentiale jenseits der nationalstaatlichen Strategien möglich. Regionen können und müssen Cluster bilden: Sich auf ihre jeweiligen Stärken orientieren, diese konsequent ausbauen und im globalen Raum vermarkten und positionieren.

Dabei können folgende Faktoren eine herausragende Rolle spielen:

  1. Lebensqualität: In der alternden Gesellschaft werden Lebensqualitäts-Motive für viele Menschen zu Entscheidungskriterien für den Wohnort. Lebensqualität lässt sich in Services, aber auch in Infrastrukturen darstellen; auch natürliche Ressourcen (und ihre Erhalt) sind ein wichtiger Standortfaktor.
  2. Weltoffenheit, Kultur und Toleranz: Ein wichtiger Standortvorteil vor allem für die Kreative Klasse, aber auch für die Gebildeten, die im 21. Jahrhundert die Mehrheit darstellen werden, sind die kulturellen Leistungen einer Region.
  3. Technologie: High-Tech-Zentren in den Peripherien Europas (zum Beispiel Finnland) zeigen, wie man durch Ansiedlung technologieintensiver Betriebe eine starke Wachstums-Dynamik erzeugen kann

Ein weiterer Aspekt der Glokalisierung besteht in der veränderten Marketing-Logik in globalen Märkten. Ging es früher darum, ein Produkt in allen Ländern gleich zu vermarkten und zu „branden“, gehen heute immer mehr globale Unternehmen zu einer glokalisierten Strategie über: Sie vermarkten „kulturadäquat“, also jeweils nach regionalen Gewohnheiten und Wertesystemen.[2]

Somit lässt sich also erkennen, dass »Glokalisierung« mittlerweile auch ganz andere kulturelle und politische Bedeutungen bekommen hat: Im Zeitalter der Globalisierung von Arbeit, Wirtschaft und Lebensstil findet zunehmend auch eine Rückbesinnung auf regionale und lokale Traditionen, Werte und Eigenarten statt. Besonders konkret kommt »Glokalisierung« in der Agenda 21 zum Ausdruck. Sie fußt auf den Beschlüssen der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro, auf der sich die Teilnehmerstaaten erstmals dazu bekannten, dass ein Überleben von Umwelt, Natur und Menschheit nur möglich sein wird, wenn man schonend mit den Ressourcen dieser einen Welt umgeht. Auf lokaler Ebene ist die Agenda 21 der Versuch, die Beschlüsse von Rio vor Ort konkret umzusetzen. Etwa das Auto stehen zu lassen, um die Luft zu schützen, oder beim (Um)Bau der Städte das Prinzip der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Zum Beispiel, indem der neue Kindergarten Solarzellen aufs Dach bekommt.[3]

Weitere Unterkategorien zu Globalisierung Bearbeiten

  1. Glokalisierung
  2. Global Brands
  3. Dezentralisierung
  4. Power-Regionen
  5. Wissensgesellschaft
  6. Kreative Ökonomie
  7. Power of Place
  8. Diversity
  9. Social Networks
  10. Fair Trade
  11. Reuse, Reduce, Recycle
  12. Mega-Citys
  13. Wachstums-Cluster
  14. New Local
  15. Weltmacht China
  16. Globalkultur
  17. Multipolare Weltordnung
  18. Emerging Markets

Quellen Bearbeiten

  1. http://www.pm-magazin.de/r/gute-frage/was-ist-%C2%BBglokalisierung%C2%AB
  2. Horx, Matthias: Zukunftsinstitut Horx GmbH, 2007
  3. http://www.pm-magazin.de/r/gute-frage/was-ist-%C2%BBglokalisierung%C2%AB

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