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Zugehörigkeit Bearbeiten

Energy Grids gehört zur Neo-Ökologie und Konnektivität. Sie sind somit Bestandteil des Trends "Megatrend".

Definition Bearbeiten

Elektrischer Strom ist ein bisschen wie Luft. Man denkt nicht darüber nach, dass er da ist - bis er weg ist. Strom ist einfach da. Man merkt erst, dass etwas nicht stimmt, wenn man einen Raum betritt und auf den Lichtschalter drückt und nichts passiert. Erst jetzt bemerkt man, wie wichtig der Strom für uns ist.

Man benutzt ihn für Heizen, Kühlen, Kochen, Gefrieren, Licht, Musik und ähnliches. Ohne Strom wäre das Leben undenkbar. Der Strom wird über Verteilernetze, so genannte "Energy Grids" bis zum eigenen Haushalt geleitet.[1]

Wenn Energie als eine Schlüsselfrage der Zukunft diskutiert wird, steht zugleich auch das Thema Infrastruktur unter Spannung. Die „Smart Grids Week 2012“, bei der sich alles um die intelligenten Stromnetze der Zukunft drehte, hat Mitte Mai mehr als 250 Fachexperten aus aller Welt ins Bregenzer Festspielhaus geführt. Neben Berichten über aktuelle Smart Grids-Aktivitäten und Erfahrungen aus den Modellregionen Österreichs standen auch Fragen wie Flexibilität im Stromsystem, das Speichern von Energie oder Elektromobilität im Mittelpunkt der internationalen Fachtagung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie.

Stromnetz unter Spannung Bearbeiten

Bislang funktioniert die Stromversorgung so: Energie wird vom zentralen Großkraftwerk über Überland- oder Erdleitungen per Umspannwerk zum Endverbraucher transportiert. Die Stromversorgung von morgen soll künftig auch andersrum laufen. Denn durch den Vormarsch der erneuerbaren Energien werden Kunden nun Konsument und Erzeuger zugleich. Kleinwasserkraftwerke, Fotovoltaikanlagen auf Hausdächern oder Biomasse-Kraftwerke auf Bauernhöfen: Immer mehr Kunden speisen ihren „hausgemachten“ Strom in das Verteilernetz der Energieversorger ein. Dabei wird das Stromnetz mit völlig neuen Anforderungen konfrontiert. „In Zukunft muss das Netz so funktionieren, dass auch die dezentral erzeugte Energie wie beispielsweise aus Fotovoltaik in das Netz eingespeist und zu den Verbrauchern transportiert werden kann. Das Stromnetz der Zukunft muss also nicht nur in eine, sondern in beide Richtungen funktionieren. Dafür braucht es intelligente Netze. Solche Smart Grids“ sind quasi Stromnetze, die in beide Richtungen denken können.

Das Problem Bearbeiten

Die bestehenden Verteilernetze sind in ihrer heutigen Form noch reine Lastnetze und nicht für eine hohe Anzahl von neuen Stromerzeugern ausgelegt. Für Netzbetreiber bietet hier die Entwicklung von Smart Grids eine interessante Alternative zu teuren und herkömmlichen Netzverstärkungen wie Kabellegungen. Die bestehende Netzinfrastruktur wird mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, sowie zusätzlichen Steuer- und Regelungseinrichtungen aufgerüstet. Dadurch können wir einen teuren Netzausbau oder eine Verstärkung der bestehenden Netze vermeiden oder zumindest verschieben.

Smarter Biosphärenpark Bearbeiten

Der steigende Energiebedarf stellt das heutige System der Energieversorgung zunehmend vor Herausforderungen. So testet illwerke vkw unter dem Motto „Bites statt Bagger“ aktuell neue Lösungswege. Im Biosphärenpark Großes Walsertal hat die Zukunft der Energieversorgung bereits begonnen. Hier herrschen ideale Bedingungen für den Einsatz von Smart Grids. Im Winter ist durch den Tourismus der Energiebedarf relativ hoch, die produzierten Energiemengen jedoch äußerst gering. Der Strom muss wie bisher vom Umspannwerk Nenzing Richtung Talende transportiert werden. Im Sommer hingegen wird durch die zunehmenden Wasserkraftwerke mehr Energie erzeugt als der Bedarf im Tal ist, das jetzt zum Lieferanten wird. Das künftige Verteilernetz sollte in der Lage sein, Energie in beide Richtungen zu transportieren und zwar ohne unzulässige Netzspannungsschwankungen.

Im Demonetz Biosphärenpark haben wir die technische Umsetzung eines Smart Grid in einem 30-kV-Netz zum Anschluss zusätzlicher Kleinwasserkraftwerke realisiert und testen nun die neue, intelligente Spannungsregelung erstmals im täglichen Betrieb. Die Ausgangslage: Im Großen Walsertal war mit dem bestehenden Netz ohne teure Verstärkungsmaßnahmen kein zusätzliches Kleinwasserkraftwerk mehr möglich. Innerhalb der letzten zwei Jahre wurde die Region zum „Smart Grids Zukunftslabor“ aufgerüstet. Damit könnte mit deutlich geringeren Investitionen ein noch vorhandenes Potenzial von zehn Megawatt mobilisiert werden. Angesichts der bisher zufriedenstellenden Ergebnisse im Großwalsertal soll diese Technologie auch in anderen Regionen wie beispielsweise im Bregenzerwald zum Einsatz kommen. Während der Smart Grids Week in Bregenz haben sich die Experten auch mit Fragen der Speicherung beschäftigt. „Die Akkus von Elektroautos könnten zum Beispiel ein Stromspeicher für Smart Grids-Systeme sein“, blickt Werner Friesenecker in die Zukunft. illwerke vkw testet im Rahmen des Modellversuchs „vehicle to grid“ auch smarte Lösungen für das Aufladen der Fahrzeugakkus in Elektroautos.

Und auch Haushaltsgeräte mit Smart Grid-Technologie könnten in Zukunft Geld sparen, wenn der Geschirrspüler dann läuft, wenn in der betreffenden Region „Stromüberschuss“ herrscht. Wann die smarte Zukunft in den Haushalten beginnt, ist fraglich. Die Energielandschaft befindet sich jedoch bereits im Umbruch.[2]

Weitere Unterkategorien zu Neo-Ökologie Bearbeiten

  1. Corporate Responsibility
  2. Bio-Boom
  3. Erneuerbare Energie
  4. Green Jobs
  5. Social Business
  6. Umweltbewusst
  7. Sinn-Märkte
  8. Nachhaltigkeits-Gesellschaft
  9. Green Investments
  10. E-Mobilität
  11. Green Tech
  12. Energy Grids
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  18. Mixed Mobility
  19. Post-Carbon-Gesellschaft
  20. Smart Buildings

Weitere Unterkategorien zu Konnektivität Bearbeiten

  1. Solomo
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  19. Small-World-Networks
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  21. Crowd Sourcing
  22. Real Digital

Quellen Bearbeiten

  1. http://science.howstuffworks.com/environmental/green-tech/sustainable/grid-energy-storage.htm
  2. http://www.vkw.at/downloads/at/smartgrids_22.pdf

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